Vor der Übung sollte sich die Gruppe ausgiebig mit der sprachlichen Ausgestaltung von Texten auseinander gesetzt haben. Es empfiehlt sich, in Vorübungen mit genretypischen Texten und Gromolotexten am sprachlichen Ausdruck zu arbeiten.
Jede*r TN sucht sich einen Text aus. Dabei kann es sich wirklich um irgendeinen Text handeln, z.B. um eine Bedienungsanleitung, eine Zutatenliste oder einen Flyer. Die Bühne wird mit dem ausgesuchten Text betreten und die SL gibt eine Vorgabe für die folgende Einzelszene, in der ausschließlich der ausgesuchte Text rezitiert wird.
Die Vorgabe kann sich auf den Charakter beziehen (z.B. Kabarettist oder Werbevertreter), auf die Textgattung, dessen Stil imitiert wird (z.B. Liebesgedicht oder Gebet), oder auf die Situation (z.B. muss als Polizist den Verkehr regeln oder hält gerade als Dozent*in eine Vorlesung)
Die Übung ist sehr anspruchsvoll, aber wenn sie gut umgesetzt wird, bietet sie einen sehr hohen Unterhaltungswert. Die Komik entsteht dadurch, dass wir uns von der inhaltlichen Ebene nicht komplett lösen können. Einerseits gibt es immer mal wieder Wörter, die erstaunlich gut auf die vorgegebene Situation passen und andererseits Wörter die gar nicht passen. (Wann hört man z.B. schon mal jemanden so hingebungsvoll das Wort Hochleistungsflüssigkeitschromatographie sagen?!)