Ein Spiel ab 5 Personen.
Ein Spieler sitzt seitlich an der Bühne und schreibt/tippt einen Text. Er/Sie ist der Geschichtenerzähler und lässt das Publikum durch Vorlesen am Entstehungsprozess seines/ihres neuen Werkes teilhaben. Dabei werden Titel sowie Literaturgenre durch das Publikum vorgegeben. Die restlichen Spieler stellen die erzählte Geschichte dar und gestalten sie mit. Sie sind das Repertoire und handeln sowohl nach den erzählten Tatsachen als auch nach ihrer eigenen Vorstellung der Handlung. Der Erzähler hat dabei stets die Möglichkeit, Handlungsverläufe, einzelne Sätze oder Passagen wieder zu streichen, eine Seite aus seinem Werk ganz herauszunehmen und somit größere Schnitte oder ‘Korrekturen’ vorzunehmen, als sei ihm/ihr da gerade eine abwegige Idee eingekommen.
Weitere Hinweise/Modifikationen: Der Typewriter lebt von der interaktiven Gestaltung der Geschichte sowohl durch den Erzähler als auch durch die Spieler. Diese können insbesondere zur Atmosphäre beitragen, indem sie Gegenstände, Passenger und Nebenrollen darstellen oder eine Geräuschkulisse erschaffen. Hilfreich ist es in der Regel, dem Erzähler zu Beginn mehr Raum zur Ausgestaltung zu lassen und erst im Verlauf der Handlung mehr Initiative seitens der Spieler zu ergreifen. So fällt es auch leichter, sich beim Geschichtenerzählen an eine Handlung zu halten (Masterplot). Besonders schön wirken auch fließende Übergänge der Parteien. So etwa durch die Phrasen der wörtlichen Rede. Der Erzähler sollte nicht nennen, was die Figuren in seiner Geschichte sagen, sondern ihnen das Wort selbst in den Mund zu legen (z.B: “Also sprach sie aus vollem Halse…”). Solche Vorgaben gestalten die Interaktion deutlich interessanter und entlasten den Erzähler. Obwohl dieser im Typewriter stets die Möglichkeit hat, Sachen zu streichen (also quasi zu blocken – Regie zu leiten), sollte die goldene Regel des Akzeptierens nie gänzlich missachtet werden, da ansonsten der Geschichtsfluss ins Stocken gerät. Unter den Spielern gilt sie dabei natürlich voll und ganz und auch der Erzähler kann durchaus von Vorgaben durch sein Repertoire profitieren, sodass er für das Publikum bald in den Hintergrund geraten kann.