Mit dieser Gruppenübung erlernt eine Person (oder eine kleine Gruppe) als SL den Umgang mit einer besonderen Zielgruppe (bspw. Kinder, Jugendliche, ältere Menschen, Manager, Drogenjunkies, behinderte Menschen, etc.). Die anderen der Gruppe können sehr viel Spaß dabei haben, diese Personengruppe auszuspielen (letztendlich Stereotype darzustellen).

Zunächst wird das Setting geklärt: Kennt man sich? Findet der Kurs regelmäßig statt? Was ist das Ziel? Wird auf eine Aufführung hingearbeitet? Welche Voraussetzungen erfüllen die TN? Jeder entwickelt für sich eine Rolle, die dort hineinpasst. Die SL beginnt damit, eine Übung oder ein Spiel zu erklären und geht auf die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe ein.

Das spannende an der Übung ist, dass es auch unkooperative Gruppenmitglieder geben kann. Diese können sich sogar miteinander verbünden und es dem SL schwer machen, indem sie jede Schwäche “ausnutzen”. Wenn die SL beispielsweise anbietet, bei einer Übung nicht mitmachen zu müssen, weil die SL keinen Druck aufbauen will, dann nehmen einige Spieler die Zuschauerrolle ein und machen sich z.B. lustig über die Darsteller oder die SL. Wird das akzeptiert? Weitere Stolperfallen: Sind alle damit einverstanden geduzt zu werden? Spricht die SL die Sprache der Zielgruppe? Welche Atmosphäre wird gestaltet?


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