Um Kontrast und Abwechslung zwischen Szenen oder Schnitten herzustellen kann es Sinn ergeben, auf einer Metaebene zu fragen welche (inhaltsunabhängigen) Qualitäten eine Szene haben kann. Durch Variation dieser Qualitäten gewinnt die Show an Dynamik.

Einige Ideen:

  • langsam / schnell
  • verbal / nonverbal
  • kurz / lang
  • ernst / albern
  • leise / laut
  • vollendet / unvollendet
  • harmonisch / konfliktreich
  • dynamisch / statisch

Diese Qualitäten sind als eine Skala zu verstehen, wobei die angegebenen Adjektive die Extrempunkte bilden.

Achtung: Will man einen Qualitätsunterschied herbeiführen, ist es oft besser ein helles Grau mit einem dunklem Grau zu kontrastieren anstatt Schwarz auf Weiß folgen zu lassen, denn so wird Spielraum für mehr gelassen. Bei zu starken Kontrasten droht die Szene auch schnell ins Absurde oder Alberne abzurutschen.

Anwendung:

  • Szenenmarathon und es wird zwischen den zwei Polen immer gewechselt (Oszillation). Bspw. die erste Szene ist eher langsam, die nächste eher schnell, die danach wieder eher langsam etc.

  • Szenenmarathon, und es wird sich von einem Pol in Richtung des anderen Pols bewegt (Crescendo/Decrescendo), es findet also eine Vergrößerung, eine Eskalation statt. Bspw. die erste Szene ist sehr langsam, und von Szene zu Szene wird es schneller.

  • Andere geeignete Spiele: Wachen und Schrumpfen, Replay, Spieluhr

  • Das Spiel Halbzeit basiert auf einem Crescendo der Qualitäten Lang ➝ Kurz und Langsam ➝ Schnell.

Tipps:

  • Wenn TN zu sehr die Szene analysieren in der sie gerade spielen, kommen sie schnell aus dem Flow raus. Daher sollte bei Übungen zu Szenenqualitäten entweder vor der Szene oder während der Szene die Vorgabe von der SL gegeben werden. Anders ausgedrückt: Die Verantwortung über die Analyse der Szene während sie im Gange ist ist die der Leute außerhalb der Szene.

  • Es macht Sinn sich in einem Training nur auf eine Qualität und deren Ausprägungen zu konzentrieren.


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