Die Gruppe bewegt sich durch den Raum. Jeder hat dabei die Aufgabe, den Raum zu erkunden (z.B. mit der Hand über die Wand streichen), ungewohnte Perspektiven einzunehmen (z.B. auf Tische klettern), und neue Bewegungen auszuprobieren.

Wenn jemand eine Person im Raum entdeckt, die ihn/sie interessiert, darf er/sie in Richtung dieser Person klatschen und beginnen, eine Szene mit dieser Person zu spielen. Sofort gehen alle anderen in einen Freeze. Die Szene wird von der Spielleitung beendet mit einem einmaligen Klatschen und den Worten „Dankeschön“. Daraufhin geht es weiter im Raumlauf.

Das interessante an dieser Übung ist die 360 Grad Bühne. Alle Teilnehmenden sind mitten im Geschehen und können jederzeit in den Fokus rücken. Im Unterschied zu anderen Spielen beginnt eine Szene für die angespielte Person instant, ohne die bewusste Entscheidung, nun die Bühne betreten zu wollen. Oft rechnet die Person gar nicht damit, angespielt zu werden. Dabei können interessante Szenen entstehen, wenn eine Person über eine große Distanz hinweg am anderen Ende des Raumes angespielt wird.

Im Vergleich zum Marathon, bei dem viele Szenen schnell hintereinander weg gespielt werden, erhält bei dieser Übung jede Szene etwas mehr Bedeutung, da die Raumlauf Pausen Zeit geben, die Szenen nachwirken zu lassen.


© 2017-2026 Julian Repke. Alle Rechte vorbehalten.

Impressum