Diese Übung kann Tanzblockaden lösen. Da die TN sich darauf konzentrieren müssen, den Kontakt zum Papier zu halten, rückt alles andere in den Hintergrund. Der Fokus wird von der Frage „Wie sehe ich beim Tanzen aus?“ zu einer koordinativen Aufgabe verschoben.
Das Blatt ist Tanzpartner. Es führt und gibt dadurch Sicherheit. Es liefert aber auch überraschende Impulse. Wenn es rutscht, muss ich hinterher – dadurch entstehen Bewegungen im Raum, die ich mir allein nicht ausgedacht hätte.
Jede Person bekommt ein Blatt DIN A-4 Papier. Dieses wird auf die Handinnenfläche gelegt und dann zur Musik bewegt.
Ziel ist, dass das Blatt nicht herunterfällt. Es darf aber nicht festgehalten werden, sondern nur durch Kontakt bewegt werden.
Fällt das Blatt doch, darf die Person sich freuen, es aufheben und weitermachen.
Dann dürfen die Blätter in der Gruppe auch während des Tanzes ausgetauscht werden.
In der nächsten Phase sind weniger Blätter im Umlauf als Tänzer*innen im Raum: Alle sollen im Fluss der Musik bleiben.
Auf diese Weise wird zu zweit oder zu dritt, zeitweise auch alleine ohne Blatt getanzt.
Zuletzt ohne Blatt tanzen. Trotzdem sich das Papier als Partner denken und ihm mit den Augen folgen.