Diese Übungen eignen sich dazu, die Stimme zu lockern, aufzuwärmen und zu kräftigen.
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Tarzan: Mit den Fäusten abwechselnd auf die Brust trommeln.
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Die Arme vor den Körper nehmen und die Brustmuskeln aktivieren, indem die Handinnenflächen ineinander gedrückt werden. Dann die Hände in kleinen Bewegungen vor dem Körper schütteln.
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Kopfsteinpflaster: Von den Knien aus durch kleine Auf- und Abwärtsbewegungen in den Knien den ganzen Körper durchschütteln, den Oberkörper währenddessen locker nach links und rechts schenken.
Während der jeweiligen Übung wird getönt: Zunächst auf MM und auf AA, dann auf MAA und auf MMAAOOAAMM oder HAALLOO. Die Vibration und die Bewegung ist im ganzen Körper zu spüren. Zunächst in der Gruppe gemeinsam tönen, dann der Reihe nach einzeln.
Dann werden zu den Übungen Namen getönt auf zuvor festlegte Vokale (z.B. auf A: JAALLAAAN für Julian). Die Vokale A und O eignen sich besonders gut, während E und I eher problematisch sind. Die Interaktion zwischen den TN hat keine festgelegte Reihenfolge. Jeder sucht sich aus, wen er/sie ansprechen möchte. Durch die Langsamkeit der Aussprache und das enthemmte Schütteln des Körpers hat die persönliche Ansprache mit Namen etwas sehr Intimes. Im letzten Schritt werden die richtigen Namen getönt und ein “Hallo” wird davor gesetzt, z.B. HAALLOO JJUULLIIAANN.
Gleichzeitig eignet sich die Übung dazu, in der Gruppe zu reflektieren, wie wir darauf reagieren, wenn unser Name falsch ausgesprochen wird. Ob aus Unwissenheit, Unvermögen oder absichtlich beim Mobbing - in der Regel sind wir sehr empfindlich, wenn es um unseren eigenen Namen geht. Das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen, sagt aus, dass jede Person frei entscheiden darf, wie sie genannt werden möchte und welche Pronomen sie für sich nutzen möchte. Es ist ein Zeichen von Respekt, dass wir uns bemühen, auch Menschen, die für uns schwierig auszusprechende Namen haben (z.B. Menschen mit Migrationshintergrund), beim richtigen Namen zu nennen.