Ein Spiel ab ca. 5 Menschen.

Ein*e TN geht auf die Bühne und macht eine sich periodisch wiederholende Bewegung samt Geräusch. Dadurch ergibt sich ein rhythmischer Ablauf, der die anderen TN dazu inspiriert, Teil dieser Maschine zu werden.

Nun kommen nach und nach die anderen TN auf die Bühne und bauen sich an die Maschine an. Jede*r bringt immer eine neue Bewegung und ein Geräusch mit ein. Alle sollen sich das, was auf der Bühne gespielt wird, als Maschine vorstellen.

Sind alle auf der Bühne, werden die TN langsam schneller in ihrem Rhythmus. Irgendwann ist die maximale Geschwindigkeit und Leistung der Maschine erreicht. Wenn die Intensität (die sich z.B. auch in der Lautstärke ausdrückt) nicht weiter gesteigert werden kann, “explodiert” die Maschine. Dabei fallen die TN zu Boden und Stille kehrt ein. Es ist gar nicht so einfach, diesen Moment abzupassen. Wer zuerst aufhört hat “recht”.

Eine schöne Variante ist es, eine zyklische Maschine zu bauen. Dabei stellen sich alle Spieler*innen in einem Kreis auf, der durch die Person, die die Bühne zuletzt betritt, geschlossen wird. Die Bewegungen der TN sollten alle ineinander verflochten sein. Die zyklische Maschine eignet sich finde ich nur, wenn alle TN mitspielen, damit alle TN in das Geschehen eingebunden sind. In einem Bühnenspiel wird durch die Aufstellung im Kreis relativ viel verdeckt.

Als Alternative zur Explosion am Ende kann vorher festgelegt werden (für erfahrene Spieler auch offen gelassen werden), dass die Maschine immer langsamer wird, bis die Maschine schließlich vollständig zum Stillstand kommt. Diese Variante erfordert hohe Konzentration und schult die Wahrnehmung.

Das Spiel “Maschine” kann auch freier interpretiert werden, sodass die TN nicht zwangsläufig Geräusche von sich geben müssen, sondern auch Worte, kurze Phrasen etc. erlaubt sind. Auch müssen die Bewegungen nicht strikt ineinander greifen wie bei einer zyklischen Maschine. Eine solche Maschine kann mit speziellen Vorgaben gebaut werden, z.B. kann eine Urlaubs-Maschine, eine Meditations-Maschine oder eine Geisterbahn-Maschine gebaut werden. Durch die Vorgaben fällt es häufig einfacher, Ideen zu entwickeln, auch wenn eine solche Maschine natürlich mehr eine kreative Zusammenstellung zu einem Thema ist und wenig “Sinn” ergibt.

Diese Variante bietet sich auch an, um in einer Gruppe Vorurteile zu thematisieren. Eine solche Klischee-Maschine: z.B. über Männer, über Frauen, etc. dient dazu, Stereotypen zu sammeln. Dieses Material kann für die Rollenarbeit genutzt werden. Die Maschine kann auch als Einstieg in die pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen dienen.


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