Das Kommunikationsquadrat ist ein bekanntes Modell von Friedemann Schulz von Thun zur Analyse von Nachrichten, das jede Äußerung in vier Kommunikationsebenen unterteilt:

  • Sachebene
  • Beziehung
  • Selbstoffenbarung
  • Appell

Für das Theater ergeben sich daraus mehrere Anwendungsmöglichkeiten:

  • Eine Gruppe muss miteinander reden können. Das Modell kann helfen das Verständnis für Kommunikation zu erweitern.

  • Witz entsteht, wenn wir Dinge anders als erwartet verstehen. Dafür müssen wir Handlungsoptionen haben.

Übung zu zweit:

  • Spielt zu einem Thema, das ihr aus dem Topf mit Themen gezogen habt. Entscheidet euch gemeinsam für eine der vier Ebenen. Hört nur auf dieser Ebene wenn die andere Person etwas sagt. Bleibt aber beim Thema! (Autobahntrassen Erweiterung, Zementguss usw.) Allerdings spielt ihr eure Szene auf einer anderen Ebene. Oder kehrt jedenfalls immer wieder zu dem Thema zurück. Nach zwei Minuten könnt ihr reflektieren.

  • Was habe ich gehört? Was waren die Informationen?

  • Beziehung: Wie war eure Beziehung zueinander?

  • Selbstoffenbarung: Wer war der andere?

  • Appel: Wozu wurdet ihr aufgefordert?

Spiel: Eine Person erhält ein Thema, zu dem sie eine Rede halten soll.

Die Zuschauenden hören nun auf einem der vier Ohren. Was nimmt das Publikum aus dem Vortrag mit? Gibt es analog zu den Kommunikationsebenen vier unterschiedliche Gruppen?


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