Grenzen definieren den Raum für Selbstbestimmung und Wohlbefinden, sie stärken die Persönlichkeit und das Selbstwertgefühl und ermöglichen gesunde Beziehungen.
Doch viele Menschen haben Probleme damit, Grenzen 1) wahrzunehmen und 2) zu kommunizieren. Diese Übungen können helfen.
Variante A: A und B sitzen sich gegenüber und berühren sich an einer Hand. Blickkontakt halten. Nun sollen sie versuchen, mit einem Gefühl/Gedanken von: Ich habe dich echt gern, die andere Person sanft streicheln/berühren. Erst am Arm, dann auch an anderen Körperstellen. Jede*r hat die Verantwortung, auf seine Grenze zu achten. Das kann auch heißen, dass man die Übung nicht mitmacht. Es ist ganz wichtig, das vorher gruppenbildende Übungen gemacht wurden und ein Grundvertrauen in der Gruppe herrscht.
Nochmal betonen: Grenzen werden auch nonverbal über Blickkontakt kommuniziert. Lese ich die andere Person richtig? Wenn nicht, habe ich die Sprache, um Klarheit zu schaffen.
Variante B: A und B stehen sich gegenüber. Sie sollen sich nun in die Augen schauen und langsam aufeinander zu gehen. Merkt eine der beiden Personen: Das wird mir jetzt unangenehm, hört sie auf zu gehen. Stoppt. Die andere Person stoppt dann auch. So kann langsam manövriert werden.
Was ist mein Wohlfühlabstand zu der anderen Person? Danach haben die Paare kurz Zeit über ihre Erfahrung zu sprechen.
Ziel ist es, den TN ein Gefühl für ihre Komfortzone zu geben und diese bewusst wahrzunehmen. Denn erst dann, kann jemand bewusst hinein gelassen werden.