Die TN verteilen sich im Raum und schließen die Augen. Dann beginnt eine Person und macht mithilfe ihrer Stimme ein Geräusch vor, dass die anderen TN im Chor imitieren. Daraufhin ist Stille, bis die nächste Person ein Geräusch vorgibt, das wiederum nachgeahmt wird, usw.

Während der Übung spielt es keine Rolle wer das Geräusch gemacht hat und darauf sollte auch nicht der Fokus liegen. Es geht um darum, dass die Gruppe möglichst gleichzeitig antwortet. Jeder für sich sollte schnell einen Weg finden, das gehörte Geräusch annähernd selber wiederzugeben. Es geht nicht um Perfektion, sondern um das schnelles Reagieren und um Synchronität in der Gruppe. Die Übung schult die Wahrnehmung, da alle TN stets wachsam sein müssen. Außerdem erweitert sie die Stimmvielfalt und das lehrt uns das Erzeugen von Sound-Effekten, wie sie beim Impro häufig aus dem Off spontan gebraucht werden.

Reflexionsfragen:

  • Wusstet ihr bei jedem Geräusch, wie es erzeugt wurde? (i.d.R. nicht)
  • Gelang es euch gut, die Geräusche nachzuahmen? (i.d.R. auch nicht der Fall)
  • Was waren eure Lieblingsgeräusche?

Diese Fragen sind eine gute Überleitung zur nächsten Übung, bei der man sich in Kleingruppen gegenseitig Geräusche beibringt. Jetzt geht es um Qualität! Das Ziel ist es, die Geräusche 1:1 nachzuahmen. Dabei auf die Feinheiten achten. Die TN lernen, Worte dafür zu finden, wie sie ihre Lippen und ihre Zunge bewegen können. Ggf. mit Aufführung, bei der die TN der anderen Gruppen jeweils im Publikum zuhören. Das Ziel ist es, das dasselbe Geräusch, nacheinander von unterschiedlichen Personen erzeugt, gleich klingt. Kann das Publikum mit geschlossenen Augen die Geräusche den richtigen Menschen zuordnen?


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