Die Gruppe wird aufgeteilt in zwei Gruppen. Das Spiel eignet sich besonders gut, wenn zuvor rivalisierende Übungen oder Spiele gemacht wurden, z.B. das Beschimpfen mit Obst. Durch den Wettkampfcharakter ist bereits ein gewisses Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe entstanden, was sehr förderlich für dieses Spiel ist.

Dann wird ein Thema für das Battle bestimmt. Das dient als Vorgabe und hilft beim Assoziieren. Man kann den beiden Gruppen nach Bekanntgabe der Vorgabe auch einige Minuten Zeit geben, damit sie sich das Themenfeld schon mal assoziativ erschließen und sich einige Lines zurecht legen können.

Den TN sollte außerdem mit auf den Weg gegeben werden, dass sie gerne Hip–Hop–Jargon nutzen dürfen. Außerdem sollte immer im Vorfeld geschaut und kommuniziert werden, wo die Grenzen für TN liegen, weil man sich natürlich nicht so krass beleidigen und bedrohen muss, wie ich das gerne tue.

Dann geht es los: Ein Hip–Hop Beat (Loop) wird laut abgespielt und die Gruppen freestylen abwechselnd zur Musik. Dabei ist es sinnvoll zwei Mikrophone oder Mikrofon–Attrappen je eins für jede Gruppe dabei zu haben. Außerdem tritt die Person, die gerade rappt, bitte in den Vordergrund auf die „Bühne“.

Am Ende kürt die SL eine Siegergruppe. Dabei wird nicht nur die Qualität bewertet (Reime geben z.B. Pluspunkte, ebenso das Aufgreifen von zuvor gesagtem), sondern auch die Quantität. Es geht also auch darum, dass möglichst viele vor das Mic treten und sich trauen.

Wie bei allen wettstreitenden Spielen Theatersport, macht auch dieses Spiel riesig viel Spaß. Man sollte das Spiel aber nicht zu perfektionistisch angehen. Das Freestyle–Battle ist eher ein Spiel für fortgeschrittene TN. Nach einer ausreichenden Aufwärmphase mit viel Assoziieren fällt es redefreudigen TN aber normalerweise leicht, auch mitzumachen.


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