Zwei TN spielen eine Szene. Als Vorgabe bekommen Sie einen Ort. Außerdem bekommen sie eine Motivation, also einen Subtext, der etwas über die spielende Figur aussagt. Der Fokus und die Konzentration des Spielers / der Spielerin liegen dabei in dieser Übung ganz auf dem Subtext, ohne ihn zu benennen. Dies ist eine tolle Technik, um eine Figur zu erschaffen.
Subtexte können zum Beispiel sein:
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Du willst den anderen verführen.
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Dir gefällt es, Leute zum Lachen zu bringen.
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Du möchtest andere Leute beeindrucken.
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Du möchtest andere Personen ausnutzen.
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Du versuchst, normal zu erscheinen.
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Du bist ein Optimist/Pessimist.
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Du wirst niemals eine*n Freundin/Freund finden.
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Hinweise: Wenn diese Technik in einem Workshop geübt wird, kann es eine gute Idee sein, die Spieler vorher zu fragen, wie sie sich mit einem gegebenen Subtext verhalten würden. Es sollte dabei Wert auf Wahrhaftigkeit gelegt werden (wahrhaftiges Schauspiel nach Konstantin Sergejewitsch Stanislawski). Die Technik kann nicht nur in Übungssituationen, sondern auch jederzeit in einer Aufführung verwendet werden - einfach mit einem Subtext auf die Bühne springen.
Alternativen zum Fast Food Laden: An einer Haustür klingeln, bei der Post, an der Rezeption eines Hotels, im Sekretariat einer Schule,…
siehe auch Keith Johnstone: Theaterspiele, Alexander Verlag Berlin 1998.