Teil 1: Die Vorbereitung Diese Übung ist ein Vertrauensbeweis und einige der TN werden hier sicherlich an ihre Grenzen kommen. Darum ist es wichtig, diese Übung einzubetten und in Teil 1 gut vorzubereiten. Folgende Aspekte sollten vermittelt werden.
- Worauf lasse ich mich hier ein / Was kommt auf mich zu?
- Es handelt sich um eine Situation, die du als herausfordernd oder beängstigend wahrnehmen kannst.
- Psychoedukation: Angst ist ein Gefühl das uns warnen will, vor Dingen, die wir als gefährlich wahrnehmen. Angst hat aber nicht immer Recht. Bspw. Bei Angst vor Spinnen, die Spinnen in Deutschland sind allesamt ungefährlich. Wenn du Angst vor dieser Übung haben solltest, ist dies die Möglichkeit zu erleben, das die Angst nicht recht hat. Es ist allerdings auch völlig in Ordnung, wenn du es ausprobierst und dich dann (heute) nicht traust.
Strategien im Umgang mit Angst:
- Wovor genau habe ich Angst?
- Was könnte passieren?
- Wie wahrscheinlich ist das?
- Was schützt mich davor?
- Tief durchatmen. Gefühle und Körper bedingen sich gegenseitig. Wenn du langsam und tief atmest, schwindet auch deine Angst.
Teil 2: Das Erlebnis Die TN erleben nun nacheinander das sich fallen lassen und gefangen werden. A steht auf Tisch oder anderem maximal Hüft- bis Brusthohen Gegenstand. TN stehen in zweier Paaren dicht an dicht an dem Gegenstand.
Nun lässt sich A mit dem Rücken zu erst in die Hände fallen. Das ist eine nicht ungefährliche Situation. Damit sich kein Mensch verletzt, ist auf folgende Details zu achten:
- Für eine Gewichtsverteilung auf alle Hände, muss sich die Person STEIF WIE EIN BRETT machen
- Die Personen auf dem Boden dürfen auf keinen Fall ihre Hände loslassen
- Uhren und andere harte Gegenstände an den Handgelenken sollten ausgezogen werden
- Auf dem Boden sollten sich mindestens 8 Personen gegenüber stehen.
- Die Arme sind überkreuzt. Bei allen Personen liegt die rechte Hand über der Linken. So verhaken sich die Hände/Arme und können bei Druck nicht aufgehen.
Im Anschluss an das Fallen kann sich anbieten etwas zu fragen, damit die fallende Person von ihrem Erlebnis erzählen kann
- Wie hat sich der Moment des Fallens angefühlt?
- Wie fühlst du dich?
- Fühlst du dich sicher?