Zunächst geht es in den Raumlauf. Jede Person soll eine konkrete Situation finden, in der sie das Gefühl hatte, gescheitert zu sein. Wie bewegst du dich durch den Raum, wenn du das Gefühl hast, gescheitert zu sein? Gehe in die Körperhaltung und gedanklich in die Situation.

Dann wird sich darüber ausgetauscht, wer in welcher Situation gescheitert ist oder sich so fühlte. Diese Übung funktioniert also nur, wenn alle Schauspieler viel Vertrauen zueinander haben.

Dann wird eine Geschichte des Scheiterns ausgewählt, die ausführlich vor der Gruppe erzählt wird und dann auf der Bühne kurz(!) aufgeführt wird. Wichtig ist, dass die Person von der die Geschichte stammt (hier Hauptcharakter genannt) sich selbst spielt. Alle anderen Charaktere müssen in der Regel von Menschen gespielt werden, die die Szene nicht selbst erlebt haben. Wenn die Szene zur Zufriedenheit des Hauptcharakters ausgearbeitet ist, wird ein Replay gespielt. Dem Hauptcharakter bekommt ein neues Gefühl zugeordnet, z.B. Dankbarkeit. Die Geschichte sollte nah an der ersten Inszenierung bleiben. Das heißt, dass der Misserfolg Teil der Szene bleibt. Ändern tut sich allerdings bei dem Hauptcharakter der Umgang damit. In vielen Fällen stellt sich auch heraus, dass der Hauptcharakter “nicht wirklich” gescheitert ist. Da muss man allerdings vorsichtig sein mit der Beurteilung von außen! Es wird darüber diskutiert, wie die Szenen gewirkt haben, was jeweils im Mittelpunkt stand und ob die Szene authentisch wirkte oder unrealistisch.


© 2017-2026 Julian Repke. Alle Rechte vorbehalten.

Impressum