Um einen Status darzustellen ist es für Anfänger es oft hilfreich, den sozialen Status einer Figur zur Hilfe zu nehmen. Wenn jemand zum Beispiel Probleme hat, einen hohen Status einzunehmen, helfen Anweisungen wie: Stell Dir vor du bist ein erhabener König, der sein großes Land mit Stolz regiert, für den Tiefstatus nimmst du die Rolle eines umherstreunenden Landstreichers ein, etc.

Spätestens dann, wenn die TN in der Lage sind, den Hochstatus und Tiefstatuts  körperlich ausgeprägt darzustellen, sollte den TN vermittelt werden, dass der Status, den wir beim Impro spielen, nach Keith Johnstone unabhängig vom sozialen Status einer Person ist. Daher werden im Folgenden Szenen improvisiert, in denen der Status wichtig ist, jedoch nicht die gesellschaftlich erwarteten Statusverhältnisse zu sehen sind: Die mit dem angesehenen Beruf nimmt den tiefen Statuts ein, während der gesellschaftlich Geächtete den hohen Status einnimmt, der Status wird also umgedreht. Das kann zu sehr absurden Beziehungen führen.

Beispiele für absurde Statusszenen

Bankräuber*in mit Tiefstatus und Bankangestellte*r mit Hochstatus Polizist*in und Häftling König*in & Diener*in Chirurg*in & Patient*in

Variante Statuswechsel: Die Szene startet in den zu erwartenden Status und entwickelt sich dahin, dass ein Statuswechsel stattfindet. Die Szene startet also “normal” und entwickelt sich zunehmend in eine absurde und komische Richtung. Dabei muss natürlich ein Grund gefunden werden. Manchmal hilft es, den Statuswechsel durch ein auslösendes Event zu initiieren. Dies kann zum Beispiel durch ein Missgeschick, einen Unfall oder durch eine neue Information entstehen (der Bankräuber stellt z.B. fest, dass er seine Pistole nicht geladen hat, der Arzt macht einen Fehler, woraufhin ihn die Patientin zurechtweist, etc.)


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