Die 5-4-3-2-1-Übung ist eine Achtsamkeitsübung, bei der es darum geht, seine fünf Sinne (nacheinander) wahrzunehmen.

Die Übung ist gut geeignet zum Runterkommen und Loslassen von Ängsten.

Konzentriere dich auf:

  • 5 Dinge, die du siehst.
  • 4 Dinge, die du hörst.
  • 3 Dinge die du fühlst.
  • 2 Dinge, die du riechst.
  • 1 Ding, das du schmeckst.

Die Übung wirkt entspannend und verankert die TN im Moment.

Tatsächlich gibt es viele Parallelen zwischen Improtheater und Achtsamkeit:

  • Eine wohlwollende, akzeptierende Grundhaltung.
  • Hohe Konzentration und klarer Fokus.
  • Beide nutzen die Kraft der Imagination.

Interessant auch, direkt danach in Szenen zu starten.

Eine Variante, bei der man sich nur vorstellt, was die eigenen Sinne empfinden, kann man als Übung durchführen. Dafür wird ein Ort als Vorgabe für eine Szene eingeholt und die TN positionieren sich auf der Bühne. Dann wird die Übung angeleitet und erst danach die Szene eingezählt. Dass man sich vorher Zeit genommen hat, macht sich meistens im Spiel bemerkbar. Es wird ruhiger und achtsamer. Die Szenen leben von detailreicher Illustration, die Charaktere von authentischer Wirkung.

Es ist darauf zu achten, dass die TN die Dinge nicht nur benennen, sondern wirklich „sehen“ können. Dafür ist etwas Zeit notwendig, um mit allen Sinnen in die eigene Fantasiewelt einzutauchen. Für einen Auftritt nimmt man sich die Zeit vor dem Einzählen üblicherweise nicht. Hier kann die Übung jedoch in Verbindung mit Scene Painting genutzt werden. Während die Welt also illustriert wird, kann man mit allen Sinnen in diese eintauchen. Auch beim Scene Painting ist es hilfreich, alle Sinne mit einzubeziehen. Außerdem wird man mit der Zeit besser, also schneller darin, sich die Dinge plastisch vorzustellen, etc., wenn man diese Übung regelmäßig macht.


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